Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement
Die METRO GROUP legt großen Wert darauf, faire Arbeitsbedingungen für die gesamte Belegschaft sicherzustellen. Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement sind dafür elementar. In einer personalintensiven Branche wie dem Handel sind Prävention, Sicherheit und Gesundheit essenziell – und wir handeln entsprechend, indem wir klare und effiziente Strukturen entwickeln. Eine definierte Organisation für den Bereich Occupational Health & Safety (OHS) wurde allen METRO Cash & Carry Ländern vorgegeben, zum Beispiel durch die Benennung eines Occupational Health & Safety Officers. Die Länder arbeiten an der Umsetzung. Der Grundsatz, so lokal wie möglich zu handeln, bleibt hierbei erhalten. Von Seiten der METRO AG werden OHS-Projekte von gesellschafts- oder länderübergreifendem Interesse angestoßen. So wurde beispielsweise ein von Real entwickeltes SAP-System zur Erfassung von Arbeitsunfällen für den internationalen Gebrauch angepasst. Unfallschwerpunkte und etwaiger Trainingsbedarf können somit ermittelt werden. Das System wurde im Berichtszeitraum bereits in zwölf Ländern, in denen METRO Cash & Carry vertreten ist, eingeführt. In allen weiteren Ländern, die SAP nutzen, ist die Implementierung in Arbeit.
Auf nationaler Ebene wurde bei den Unfällen im Berichtsjahr gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ein Rückgang verzeichnet. Die 1.000-Mann-Quote für die deutschen METRO GROUP Gesellschaften liegt für das Geschäftsjahr 2013/14 bei 23,45. Die 1.000-Mann-Quote ist die relative Unfallhäufigkeit pro 1.000 Vollzeitmitarbeiter. Insgesamt wurden 2.177 Unfälle gemeldet.
Im operativen Geschäft begleitete die OHS-Organisation der METRO AG unter Federführung der Abteilung Global Store Sales – zuständig für Lösungen in den Bereichen Lieferservice und Markt – die Entwicklung eines neuen, wegweisenden Kassentisch-Modells für die Großmärkte von METRO Cash & Carry. Es vereint Produktivität und Kundenorientierung mit ergonomischen Gesichtspunkten. Spezifische Belastungen der Mitarbeiter wurden bei der Entwicklung berücksichtigt. Das Modell wird derzeit in ausgewählten Ländern getestet.
Das Thema der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen in der Arbeitswelt hat die METRO GROUP mit diversen Projekten aufgenommen: Real entwickelt gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden und der Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW) das Projekt „Gesunde Arbeit im Handel“, die Pilotphase läuft zurzeit.
Die MIB METRO GROUP Insurance Broker GmbH hat die Gefährdungsbeurteilung zur psychischen Belastung mit dem „Kurzverfahren psychische Belastung“ für ihre Mitarbeiter am Standort Düsseldorf durchgeführt. Die Ergebnisse bieten eine gute Arbeitsgrundlage, da in einem ersten Schritt mögliche Handlungsfelder definiert werden. Die MIB hat die Ergebnisse ihrer Gefährdungsbeurteilung mit den anderen Konzerngesellschaften geteilt, um allen Zugang zu möglichen Lösungen zu verschaffen.
Bei Galeria Kaufhof steht die Stressprävention weiterhin im Fokus. Führungskräfte nehmen eine Schlüsselrolle ein, wenn es darum geht, ein gutes Arbeitsklima zu schaffen sowie Leistungsfähigkeit und Motivation bis zum Renteneintritt zu erhalten. Deshalb bindet das Unternehmen die Führungskräfte im Rahmen von Seminaren ein, beispielsweise zum Thema „Gesundes Führen“.
Ein weiteres Ziel der METRO GROUP im Kontext der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsmanagements ist es, den steigenden Anforderungen im Berufsleben und der demografischen Entwicklung gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang führt METRO Cash & Carry Deutschland mit der Deutschen Sporthochschule Köln ein Projekt mit dem Titel „Gestaltung von alter(n)sgerechten Arbeitsplätzen“ durch. Hierbei wurden die Arbeitsplätze in der Warenannahme analysiert und Handlungsfelder definiert. Zurzeit findet in sieben Märkten eine sechswöchige Interventionsphase statt, in der die Umsetzung definierter Empfehlungen getestet wird.
Weitere Beispiele für OHS-Initiativen finden sich in vielen Ländern der METRO GROUP, etwa in Frankreich: Hier wurde eine Umfrage zur psychischen Belastung der Mitarbeiter durchgeführt. Die Ergebnisse sollen in Führungskräftetrainings einfließen. Ein externes psychologisches Notfallteam wurde eingerichtet. Eine Präventionsrichtlinie für jeden Beruf und jeden Markt wurde erstellt und berücksichtigt individuelle physische Gefährdungen.