49. Long-Term-Incentive der Führungskräfte
Die METRO AG unterhält seit 1999 Long-Term-Incentive-Programme, um die oberen Führungskräfte an der Wertentwicklung des Unternehmens zu beteiligen und ihren Beitrag zum nachhaltigen Erfolg der METRO GROUP im Vergleich zum Wettbewerb zu honorieren. Der bezugsberechtigte Personenkreis umfasst die Mitglieder des Vorstands und die oberen Führungskräfte der METRO AG sowie Geschäftsführungsorgane und die oberen Führungskräfte der Unternehmen der METRO GROUP.
Sustainable Performance Plan 2013/14–2015/16
Nachdem im Rumpfgeschäftsjahr 2013 die letzte Tranche des Performance Share Plan begeben wurde, wurde im Geschäftsjahr 2013/14 die erste Tranche des zunächst auf drei Tranchen begrenzten Sustainable Performance Plan ausgegeben.
Für die Bezugsberechtigten wird zunächst ein Zielbetrag in Euro festgesetzt. Dieser ist zu 75 Prozent abhängig von der sogenannten TSR-Komponente (Total Shareholder Return), die daran gemessen wird, wie sich die Aktienrendite der METRO-Stammaktie im Performance-Zeitraum relativ zu einem definierten Vergleichsindex entwickelt. Die verbleibenden 25 Prozent sind abhängig von der sogenannten Nachhaltigkeitskomponente, die berücksichtigt, welchen durchschnittlichen Rang die METRO AG während des Performance-Zeitraums im Corporate Sustainability Assessment, das von dem externen unabhängigen Dienstleister RobecoSAM AG durchgeführt wird, belegt. Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind gesonderte Regelungen zur Auszahlung von Tranchen vereinbart.
Für die Berechnung der TSR-Komponente werden über einen Zeitraum von 40 Börsenhandelstagen unmittelbar nach der ordentlichen Hauptversammlung der METRO AG die Xetra-Schlusskurse der METRO-Stammaktie ermittelt und daraus wird der arithmetische Durchschnitt gebildet, der sogenannte Anfangskurs. Am 41. Börsenhandelstag nach der ordentlichen Hauptversammlung beginnt die Performance-Periode für die jeweilige Tranche. Wiederum über einen Zeitraum von 40 Börsenhandelstagen unmittelbar nach der ordentlichen Hauptversammlung drei Jahre nach Ermittlung des Anfangskurses und Begebung der jeweiligen Tranche werden die Xetra-Schlusskurse der METRO-Stammaktie ermittelt und daraus wird erneut der arithmetische Durchschnitt gebildet, der sogenannte Endkurs. Dabei berechnet sich der TSR aus der Veränderung des METRO-Aktienkurses und der Summe der reinvestierten Dividenden über die Performance-Periode in Relation von Anfangskurs und Endkurs als Prozentsatz.
Der so errechnete METRO-TSR wird mit dem TSR des Dow Jones STOXX Europe 600 Retail Index (Index-TSR) in der Performance-Periode verglichen und der Faktor für die Berechnung der TSR-Komponente wie folgt ermittelt:
- Ist der METRO-TSR identisch mit dem Index-TSR, beträgt der Faktor für die TSR-Komponente eins,
- liegt der METRO-TSR um 30 Prozentpunkte oder mehr unter dem Index-TSR, beträgt der Faktor für die TSR-Komponente null,
- ist der METRO-TSR um 30 Prozentpunkte größer als der Index-TSR, beträgt der Faktor für die TSR-Komponente zwei und
- liegt der METRO-TSR 60 Prozentpunkte oder mehr über dem Index-TSR, beträgt der Faktor für die TSR-Komponente maximal drei (Cap).
- Zwischen diesen Werten berechnet sich der TSR-Faktor für den Sustainable Performance Plan mittels linearer Interpolation auf zwei Nachkommastellen.
Beträgt der TSR-Faktor null, erfolgt keine Auszahlung und die TSR-Komponente wird geschlossen. Ist der TSR-Faktor positiv, gilt die folgende zusätzliche Bedingung: Eine Auszahlung von 75 Prozent des Zielbetrags multipliziert mit dem TSR-Faktor erfolgt nur dann, wenn der ermittelte Endkurs der METRO-Aktie nicht kleiner ist als der Anfangskurs. Ist diese Bedingung nicht erfüllt, wird der errechnete Betrag zunächst nicht ausgezahlt. Ein Anspruch auf Auszahlung besteht in diesem Fall erst dann, wenn innerhalb von drei Jahren nach Ablauf der Performance-Periode, der sogenannten Oxer-Periode, der Xetra-Schlusskurs der METRO-Stammaktie über 40 aufeinanderfolgende Börsenhandelstage größer oder gleich dem Anfangskurs ist. Wird diese Bedingung nicht innerhalb der drei Jahre nach Ablauf der Performance-Periode erfüllt, erfolgt keine Auszahlung der TSR-Komponente der Tranche.
Für die Ermittlung des Faktors der Nachhaltigkeitskomponente nimmt die METRO AG in jedem Jahr der dreijährigen Performance-Periode des Sustainable Performance Plan am Corporate Sustainability Assessment, das von dem externen unabhängigen Dienstleister RobecoSAM AG durchgeführt wird, teil. Auf Basis dieses Assessments ermittelt die RobecoSAM AG den Rang der METRO AG innerhalb der Branchengruppe „Food and Staples Retailing“, die gemäß Global Industry Classification Standard (GICS) definiert ist. Dieser Rang dient S&P Dow Jones Indices als Entscheidungsgrundlage für die Aufnahme in seine Dow Jones Sustainability Indices (DJSI). Jedes Jahr wird die METRO AG von der RobecoSAM AG über ihren entsprechenden Rang informiert. Aus den drei während der Performance-Periode von der RobecoSAM AG mitgeteilten Rängen wird der Durchschnitt – kaufmännisch gerundet auf ganze Zahlen – ermittelt. Abhängig vom Durchschnittsrang über die Performance-Periode ergibt sich der Faktor für die Nachhaltigkeitskomponente. Dabei gilt die folgende zusätzliche Bedingung: Eine Auszahlung von 25 Prozent des Zielbetrags multipliziert mit dem Nachhaltigkeitsfaktor erfolgt nur unter der Bedingung, dass der Rang der METRO AG in keinem Jahr der Performance-Periode mehr als zwei Ränge geringer ist als der letzte veröffentlichte Rang vor Begebung der Tranche, sonst beträgt der Faktor aus der Nachhaltigkeitskomponente null. Die Obergrenze der Auszahlung (Cap) für die Nachhaltigkeitskomponente liegt beim Dreifachen des Zielbetrags.
Der Wert der im Geschäftsjahr 2013/14 zugeteilten Tranche des Sustainable Performance Plan betrug zum Zeitpunkt der Zuteilung 6 Mio. € (Vorjahr Performance Share Plan 9M 2013: 23 Mio. €) und wurde durch externe Gutachter nach einem anerkannten finanzmathematischen Verfahren ermittelt.
Sustainable Performance Plan (Tranchen 2013/14–2015/16)
| Download XLS (21KB) |
Tranche |
Ende der Performance-Periode |
Anfangskurs für die TSR-Komponente |
Zielbetrag zum 30.9.2014 |
2013/14 |
41. Börsenhandelstag nach der Hauptversammlung, drei Jahre nach Begebung der Tranche |
29,73 € |
8.315.000 € |
Performance Share Plan und Share Ownership Guidelines (2009–2013)
Im Jahr 2009 hat die METRO AG einen auf fünf Jahre angelegten Performance Share Plan eingeführt, dessen letzte Tranche im Rumpfgeschäftsjahr 2013 ausgegeben wurde.
Die Bezugsberechtigten erhielten entsprechend der Bedeutung ihrer Funktion einen individuellen Betrag für den Performance Share Plan (Zielwert). Um die Zielanzahl der Performance Shares zu ermitteln, wurde der Zielwert durch den Aktienkurs bei Zuteilung dividiert. Maßgeblich war dabei der Drei-Monats-Durchschnittskurs der METRO-Aktie vor dem Zuteilungszeitpunkt. Ein Performance Share berechtigt zu einer Barauszahlung in Euro in Höhe des Kurses der METRO-Aktie zum Auszahlungszeitpunkt. Auch hier ist der Drei-Monats-Durchschnittskurs der METRO-Aktie vor dem Auszahlungszeitpunkt maßgeblich.
In Abhängigkeit von der relativen Performance der METRO-Aktie im Vergleich zum Mittelwert aus den Aktienindizes DAX 30 und Dow Jones Euro STOXX Retail – Total Return – wird nach Ablauf eines Performance-Zeitraums von mindestens drei und maximal 4,25 Jahren die endgültige Anzahl der auszuzahlenden Performance Shares bestimmt. Diese entspricht der Zielanzahl, wenn eine Gleich-Performance zu den genannten Aktienindizes erreicht wird. Bis zu einer Outperformance von 60 Prozent erhöht sich die Anzahl linear auf den Maximalwert von 200 Prozent der Zielanzahl. Bis zu einer Underperformance von 30 Prozent reduziert sich die Anzahl entsprechend bis auf 50 Prozent. Bei einer höheren Underperformance fällt die Anzahl auf null.
Die Auszahlung kann zu sechs möglichen und vorab fest definierten Zeitpunkten erfolgen. Der früheste Auszahlungstermin ist drei Jahre nach Zuteilung der Performance Shares. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Auszahlung alle drei Monate möglich. Die Berechtigten haben die Wahl, zu welchem dieser Zeitpunkte sie ihre Performance Shares ausüben möchten. Eine Aufteilung auf mehrere Auszahlungszeitpunkte ist nicht möglich. Die Obergrenze der Auszahlung (Cap) liegt beim Fünffachen des Zielwerts.
Mit dem Performance Share Plan wurden zugleich sogenannte Share Ownership Guidelines eingeführt: Als Voraussetzung für die Auszahlung der Performance Shares sind die Berechtigten verpflichtet, bis zum Ablauf der dreijährigen Sperrfrist ein eigenfinanziertes Investment in METRO-Aktien aufzubauen und zu halten. Dadurch partizipieren sie als Aktionäre unmittelbar an Kursanstiegen, aber gegebenenfalls auch an Kursverlusten der METRO-Aktie. Das zu haltende Volumen beträgt in der Regel circa 50 Prozent des individuellen Zielwerts.
Performance Share Plan (Tranchen 2009–2013)
| Download XLS (22KB) |
Tranche |
Ende der Sperrfrist |
Drei-Monats-Durchschnittskurs vor Zuteilungszeitpunkt |
Anzahl Performance Shares zum 30.9.2014 |
2009 |
August 2012 |
36,67 € |
Verfallen |
2010 |
August 2013 |
42,91 € |
263.777 |
2011 |
August 2014 |
41,73 € |
301.975 |
2012 |
April 2015 |
29,18 € |
553.165 |
2013 |
April 2016 |
22,84 € |
801.652 |
Aus den Tranchen 2010 sowie 2011, deren Sperrfristen im August 2013 beziehungsweise im August 2014 endeten, erfolgten im Geschäftsjahr 2013/14 keine Auszahlungen.
Aus den laufenden Tranchen anteilsbasierter Vergütungsprogramme ist ein Aufwand in Höhe von 3 Mio. € (12M 2012/13: 6 Mio. €; 9M 2013: 7 Mio. €) angefallen.
Die damit im Zusammenhang stehenden Rückstellungen zum 30. September 2014 betragen 15 Mio. € (30.9.2013: 12 Mio. €). Davon betreffen 0 Mio. € (30.9. 2013: 0 Mio. €) die Tranche 2010, 0 Mio. € die Tranche 2011 Mio. € (30.9.2013: 2 Mio.), 3 Mio. € die Tranche 2012 (30.09.2013: 5 Mio. €), 11 Mio. € (30.9.2013: 5 Mio. €) die Tranche 2013, 1 Mio. € die Tranche 2014.