Ergänzende Angaben für die METRO AG (gemäß HGB)

Überblick über das Geschäftsjahr 2013/14 und Prognose der METRO AG

Die METRO AG ist als Management-Holding der METRO GROUP hinsichtlich des Geschäftsverlaufs, der Lage sowie der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken maßgeblich von der Entwicklung der METRO GROUP abhängig.

Angesichts der Holding-Struktur ist – abweichend von der konzernweiten Betrachtung – die wichtigste Steuerungsgröße der METRO AG im Sinne des DRS 20 der handelsrechtliche Jahresüberschuss.

Geschäftsverlauf der METRO AG

Der Geschäftsverlauf der METRO AG ist wesentlich geprägt von der Entwicklung und dem Ausschüttungsverhalten ihrer Beteiligungen. Der Abschluss der METRO AG nach handelsrechtlichen Vorschriften dient als Ausschüttungs­bemessungsgrundlage. Im Folgenden sind die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz der METRO AG nach HGB dargestellt. Den Angaben zum Bilanzstichtag 30. September 2014 werden jeweils die Werte des vorangegangenen Jahresabschlusses für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 30. September 2013 gegenübergestellt.

Ertragslage der METRO AG und Gewinnverwendung

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 nach HGB

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Mio. €

9M 2013

12M 2013/14

Beteiligungsergebnis

347

811

Finanzergebnis

−101

−95

Sonstige betriebliche Erträge

389

475

Personalaufwand

−89

−148

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

−26

−15

Sonstige betriebliche Aufwendungen

−296

−433

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

224

595

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

0

−7

Sonstige Steuern

1

−2

Jahresüberschuss

225

586

Gewinnvortrag aus dem Vorjahr

22

0

Einstellungen in Gewinnrücklagen

−110

−267

Bilanzgewinn

137

319

Die METRO AG weist im Geschäftsjahr 2013/14 ein Beteiligungsergebnis in Höhe von 811 Mio. € gegenüber 347 Mio. € im Vorjahr aus. Hierbei ist zu beachten, dass die Berichtsperiode einen Zeitraum von zwölf Monaten beschreibt, während die Vergleichsperiode des Vorjahres einen Neun-Monats-Zeitraum umfasst.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 410 Mio. € (9M 2013: 478 Mio. €) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Gewinnen der Vertriebslinien Media-Saturn und Galeria Kaufhof, Verlusten von METRO Cash & Carry Deutschland und Real Deutschland sowie Gewinnen aus der konzerninternen Übertragung von Anteilen an METRO Cash & Carry Russland.

Die Erträge aus Beteiligungen ohne Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 485 Mio. € (9M 2013: 147 Mio. €) resultieren weitestgehend aus Ausschüttungen von Immobiliengesellschaften des Konzerns. In ihnen enthalten sind auch Gewinne aus der konzerninternen Übertragung von Anteilen an Immobiliengesellschaften.

Aufgrund des hohen Betrags an Gewinnen aus konzerninternen Transaktionen (764 Mio. €) wurde im Geschäftsjahr 2013/14 auf die mögliche Vereinnahmung von Ergebnissen aus der operativen Geschäftstätigkeit ausländischer Cash-and-Carry-Gesellschaften verzichtet.

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden auf Basis von Gewinnabführungsverträgen Verluste in Höhe von 16 Mio. € (9M 2013: 138 Mio. €) übernommen. Diese Verluste resultieren aus dem Bereich der Konzern-Immobilienservicegesellschaften.

Abschreibungen des Geschäftsjahres auf Anteile an verbundenen Unternehmen resultieren mit 29 Mio. € aus den internationalen Cash-and-Carry-Aktivitäten sowie mit 6 Mio. € aus dem Immobilienbereich.

Aufwendungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen resultieren mit 33 Mio. € aus dem Verkauf des Türkei-Geschäfts der Vertriebslinie Real.

Das Finanzergebnis beläuft sich auf –95 Mio. € (9M 2013: –101 Mio. €).

Die METRO AG agiert im Rahmen des Verrechnungspreissystems als sogenannter Franchise-Geber für die Vertriebslinie METRO Cash & Carry. Die Leistungserbringung besteht hauptsächlich in der Überlassung und Weiterentwicklung von Geschäftskonzepten, Softwareanwendungen und Holding-Dienstleistungen. Um diese Leistungen erbringen zu können, werden insbesondere IT-Dienstleistungen und Software von METRO SYSTEMS erworben, die sich innerhalb der sonstigen Aufwendungen und Abschreibungen niederschlagen. Die Leistungsverrechnung erfolgt durch Berechnung einer fremdvergleichskonformen Vergütung. Die METRO AG hat im Geschäftsjahr 2013/14 den nationalen und internationalen operativen Gesellschaften der Vertriebslinie METRO Cash & Carry eine sogenannte Franchise-Gebühr in Höhe von insgesamt 289 Mio. € (9M 2013: 222 Mio. €) in Rechnung gestellt. Die Franchise-Gebühr selbst ist ein in Abhängigkeit von der Nutzung der offerierten Leistungen berechneter Prozentsatz vom Umsatz und Ergebnis der operativen Gesellschaft. Diese an Tochterunternehmen berechneten Franchise-Gebühren erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des längeren Abrechnungszeitraums.

Die Erträge aus Verwaltungsleistungen für Tochterunternehmen sind bedingt durch den längeren Abrechnungszeitraum gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Aus der Summe aller sonstigen betrieblichen Erträge, sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen der METRO AG ergab sich zum Stichtag insgesamt ein Rückgang auf 27 Mio. € gegenüber 67 Mio. € im Vorjahr.

Im Durchschnitt der vier Quartale des Geschäftsjahres 2013/14 beschäftigte die METRO AG 1.072 (9M 2013: 940) Mitarbeiter. Teilzeitbeschäftigte und Aushilfen wurden auf Vollzeitkräfte umgerechnet. Die Personalaufwendungen betragen 148 Mio. € (9M 2013: 89 Mio. €). Außer den Effekten aus dem längeren Berichtszeitraum gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr der Vergleichsperiode sowie dem Anstieg der durch die Übernahme von Mitarbeitern von Konzernimmobiliengesellschaften führten höhere erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile zu einem Anstieg der Personalaufwendungen.

Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 586 Mio. € (9M 2013: 225 Mio. €) und liegt damit leicht oberhalb der zu Beginn der Berichtsperiode abgegebenen Prognose für das Geschäftsjahr 2013/14.

Nach Einstellung von 267 Mio. € in die Gewinnrücklagen weist die Gesellschaft einen Bilanzgewinn von 319 Mio. € gegenüber 137 Mio. € im Rumpfgeschäftsjahr 2013 aus.

Zur Verwendung des Bilanzgewinns 2013/14 schlägt der Vorstand der METRO AG der Hauptversammlung vor, aus dem ausgewiesenen Bilanzgewinn von 319 Mio. € eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,90 € je Stammaktie und 1,13 € je Vorzugsaktie, also insgesamt 295 Mio. €, zu beschließen und den Restbetrag als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Der Beschlussvorschlag berücksichtigt die für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 nicht gezahlte und nach Maßgabe von § 140 Abs. 2 AktG, § 21 Abs. 2 der Satzung der METRO AG nachzuzahlenden Vorzugsdividende in Höhe von 0,17 € je Vorzugsaktie.

Finanzlage der METRO AG

Zahlungsmittelflüsse

Zahlungsmittelflüsse ergaben sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Finanzierungsvorgängen mit Unternehmen der METRO GROUP. Kurzfristige, zum Ende des Geschäftsjahres aus den Vertriebslinien bereitgestellte Geldanlagen betragen zum Stichtag 381 Mio. € (9M 2013: 739 Mio. €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert überwiegend aus der Situation, dass vorhandene Liquidität vermehrt zur Rückführung von Finanzschulden genutzt wurde.

Kapitalstruktur

Passiva

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Mio. €

30.9.2013

30.9.2014

Eigenkapital

 

 

Gezeichnetes Kapital

835

835

Stammaktien

828

828

Vorzugsaktien

7

7

(Bedingtes Kapital)

(128)

(128)

Kapitalrücklage

2.558

2.558

Gewinnrücklagen

2.256

2.660

Bilanzgewinn

137

319

 

5.786

6.372

Rückstellungen

326

384

Verbindlichkeiten

4.948

4.352

Rechnungsabgrenzungsposten

6

5

 

11.066

11.113

Die Passivseite der Bilanz besteht mit 6.372 Mio. € (9M 2013: 5.786 Mio. €) aus Eigenkapital und mit 4.741 Mio. € (9M 2013: 5.280 Mio. €) aus Rückstellungen, Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 57,3 Prozent gegenüber 52,3 Prozent im Vorjahr. Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 384 Mio. € (9M 2013: 326 Mio. €). Im Bereich der Verbindlichkeiten aus Anleihen ergab sich ein leichter Rückgang um 47 Mio. € auf 2.834 Mio. €, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich leicht auf 470 Mio. € (9M 2013: 465 Mio. €). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierte sich der Bestand auf 956 Mio. € (9M 2013: 1.491Mio. €). Dieser Rückgang resultiert hauptsächlich aus geringeren, von den Vertriebslinien zum Stichtag kurzfristig bereitgestellten Mitteln. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen zum Stichtag mit 81 Mio. € um 16 Mio. € unter dem Vorjahresbestand von 97 Mio. €.

Vermögenslage der METRO AG

Aktiva

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Mio. €

30.9.2013

30.9.2014

Anlagevermögen

 

 

Immaterielle Vermögensgegenstände

18

8

Sachanlagen

2

2

Finanzanlagen

8.375

7.886

 

8.395

7.896

Umlaufvermögen

 

 

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1.919

2.819

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

739

381

 

2.658

3.200

Rechnungsabgrenzungsposten

13

17

 

11.066

11.113

Die Aktiva betragen zum Stichtag insgesamt 11.113 Mio. € und sind überwiegend mit 7.886 Mio. € durch Finanzanlagen, mit 2.552 Mio. € durch Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie mit 381 Mio. € durch Guthaben bei Kreditinstituten geprägt. Die Finanzanlagen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 489 Mio. € und stellen nun 71,0 Prozent der Bilanzsumme dar. Dieser insgesamt zu verzeichnende Rückgang resultiert mit 976 Mio. € aus der Rückführung bei einer gleichzeitigen Neuvergabe in Höhe von 422 Mio. € im Wesentlichen aus dem Bereich der langfristigen konzerninternen Darlehen. Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen waren im Geschäftsjahr in Höhe von 35 Mio. € vorzunehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg in Höhe von 975 Mio. € auf – diese Position spiegelt den kurzfristigen Finanzierungsbedarf der Konzerngesellschaften zum Stichtag wider und repräsentiert 23,0 Prozent der gesamten Aktiva.

Die Position Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 358 Mio. € auf 381 Mio. €. Dieser Rückgang gegenüber dem Vorjahresstichtag 30. September 2013 ergibt sich überwiegend aus der Situation, dass vorhandene Liquidität vermehrt zur Rückführung von Finanzschulden genutzt wurde.

Risikosituation der METRO AG

Da die METRO AG unter anderem durch Finanzierungs- und Garantiezusagen sowie durch mittel- und unmittelbare Investitionen in die Beteiligungsunternehmen weitgehend mit den Unternehmen der METRO GROUP verbunden ist, ist die Risikosituation der METRO AG wesentlich von der Risikosituation der METRO GROUP abhängig. Insoweit gelten die Aussagen zur Gesamtbewertung der Risikosituation durch die Unternehmensleitung auch als Zusammenfassung der Risikosituation der METRO AG.

Prognose der METRO AG

Die Entwicklung der METRO AG ist in ihrer Funktion als Holding wesentlich von der Entwicklung und dem Ausschüttungsverhalten ihrer Beteiligungen abhängig. Aus der übernommenen Funktion als Franchise-Geber wird bei positiver Entwicklung der angeschlossenen Vertriebslinien mit einem Anstieg der Franchise-Gebühren gerechnet. Bei einem stabilen Finanzergebnis sowie einer weitgehend unveränderten Kostenstruktur gehen wir für das Geschäftsjahr 2014/15 davon aus, dass der Jahresüberschuss auf dem Niveau des aktuellen Geschäftsjahres liegen wird.

Geplante Investitionen der METRO AG

Im Rahmen der Durchführung von Investitionen der METRO GROUP wird die METRO AG die Konzerngesellschaften bei Bedarf durch Anteilserhöhungen oder Ausleihungen unterstützen. Darüber hinaus können sich im Rahmen von konzerninternen Anteilstransfers Investitionen in Anteile an verbundenen Unternehmen ergeben.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB ist auf der Website der Gesellschaft unter der Rubrik Unternehmen – Corporate Governance öffentlich zugänglich.

Erklärung gemäß § 312 AktG

Der Vorstand der METRO AG hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2013/14 erstellt und am Schluss des Berichts folgende Erklärung abgegeben:

„Der Vorstand der METRO AG erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt wurde. Andere berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.“