30. Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte/Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten

Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa

Mit Vertrag vom 30. November 2012 trafen die METRO GROUP und das französische Handelsunternehmen Groupe Auchan die Vereinbarung, das Real-Geschäft in Polen, Russland, Rumänien und der Ukraine an Groupe Auchan zu veräußern. Hinsichtlich des Real-Geschäfts in Russland, Rumänien und der Ukraine wurde die Vereinbarung innerhalb des Rumpfgeschäftsjahres 2013 umgesetzt. Für das polnische Real-Geschäft wurden die letzten aufschiebenden Bedingungen schließlich im Januar 2014 erfüllt, sodass im zweiten Quartal 2013/14 auch die Entkonsolidierung der polnischen Real-Organisation abgebildet werden konnte.

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2013/14 erhöhten sich die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ des Real-Geschäfts in Polen im Rahmen der Fortführung der operativen Tätigkeit bis zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung von 174 Mio. € auf 247 Mio. €. Die „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ stiegen vor diesem Hintergrund von 264 Mio. € auf 320 Mio. €. Die im Rahmen der Entkonsolidierung abgegangenen Vermögenswerte und Schulden setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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Mio. €

30.9.2014

Vermögenswerte

 

Sachanlagen

32

Vorräte

146

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

5

Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte (kurzfristig)

23

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

41

 

247

Schulden

 

Finanzschulden (langfristig)

69

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten (langfristig)

16

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

191

Rückstellungen (kurzfristig)

14

Finanzschulden (kurzfristig)

1

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten (kurzfristig)

29

 

320

Das aus der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa entstandene EBIT-wirksame Ergebnis beträgt 37 Mio. €. Es wird mit 43 Mio. € in den sonstigen betrieblichen Erträgen und mit 6 Mio. € in den Vertriebskosten ausgewiesen. Segmentarisch wirkt es sich in voller Höhe im Segment Real aus. Die bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt erfolgsneutral im Eigenkapital bilanzierten Währungsumrechnungsdifferenzen verursachen anlässlich ihrer erfolgswirksamen Auflösung einen Aufwand von 28 Mio. €, der sich im übrigen Finanzergebnis auswirkt.

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa sollen außer an die Groupe Auchan weitere Vermögenswerte an diverse andere Erwerber veräußert werden. Nach der vollständigen Rückgliederung eines russischen Standortes im Wert von 10 Mio. € in das Segment METRO Cash & Carry werden die verbleibenden Vermögenswerte mit 3 Mio. € in den „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ ausgewiesen und tragen im Segment Sonstige in selber Höhe zum Segmentvermögen bei. Am Segmentvermögen des Segments Real haben sie keinen Anteil. „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ bestehen hinsichtlich dieser weiteren Vermögenswerte nicht.

Veräußerung des Real-Geschäfts in der Türkei

Vor dem Hintergrund der Fokussierung auf das Real-Geschäft in Deutschland wurde nach der erfolgreichen Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa auch das Real-Geschäft in der Türkei verkauft. Der diesbezügliche Vertrag mit dem Erwerber, Herrn Hacı Duran Beğendik, wurde am 27. Juni 2014 geschlossen. Nach Erfüllung der letzten Vollzugsbedingungen im Juli 2014 wurde das türkische Real-Geschäft im Jahresabschluss per 30. September 2014 entkonsolidiert. Vor diesem Hintergrund erfolgte zum 30. Juni 2014 der Ausweis von Vermögenswerten in Höhe von 73 Mio. € in den „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ und in Höhe von 80 Mio. € in den „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“. Der Abgang aus diesen Positionen erfolgte im Rahmen der Entkonsolidierung am 30. September 2014. Vor der Umgliederung in die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ beziehungsweise in die „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ erfolgte eine Abwertung der Vermögenswerte und Schulden auf den Fair Value abzüglich Veräußerungskosten. In diesem Zusammenhang sind EBIT-wirksame Aufwendungen in Höhe von 14 Mio. € entstanden, die sich in vollem Umfang im Segmentergebnis der Vertriebslinie Real auswirken. Darüber hinaus ist im Rahmen der Entkonsolidierung kein weiteres EBIT-wirksames Ergebnis entstanden. Die erfolgswirksame Auflösung der bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesenen Währungsumrechnungsdifferenzen verursacht einen Aufwand von 109 Mio. €, der im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Verkauf des Großhandelsgeschäfts in Vietnam

Am 7. August 2014 traf METRO Cash & Carry mit der thailändischen Handelsgruppe Berli Jucker Public Company Limited (BJC) die Vereinbarung zur Veräußerung aller 19 vietnamesischen Großmärkte einschließlich des zugehörigen Immobilienportfolios. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der Erfüllung der üblichen Vollzugsvoraussetzungen und Genehmigungen durch die zuständigen Behörden. Bis zu diesem Zeitpunkt verbleibt das vietnamesische Großhandelsgeschäft Bestandteil der METRO GROUP und trägt bis dahin zum Konzernergebnis bei. Mit Inkrafttreten der Vereinbarung werden alle von dieser Vereinbarung betroffenen Vermögenswerte und Schulden als eine Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 behandelt. Nach Konsolidierung aller konzerninternen Vermögenswerte und Schulden erfolgt ihr Ausweis demnach in der Konzernbilanz zum 30. September 2014 unter der Position „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ (221 Mio. €) beziehungsweise unter der Position „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ (192 Mio. €). Ihre Zusammensetzung stellt sich wie folgt dar:

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Mio. €

30.9.2014

Vermögenswerte

 

Sachanlagen

113

Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte (langfristig)

48

Vorräte

32

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

3

Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte (kurzfristig)

22

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

3

 

221

Schulden

 

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

1

Finanzschulden (langfristig)

97

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

45

Rückstellungen (kurzfristig)

6

Finanzschulden (kurzfristig)

36

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten (kurzfristig)

7

 

192

Die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden des vietnamesischen Großhandelsgeschäfts tragen im Segment METRO Cash & Carry mit 212 Mio. € zum Segmentvermögen und mit 59 Mio. € zu den Segmentschulden bei.

Im Zusammenhang mit der Veräußerung an BJC sind im Geschäftsjahr 2013/14 Aufwendungen in Höhe von 1 Mio. € angefallen. Sie werden unter den Allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen und entfallen auf das Segment METRO Cash & Carry. Im Zusammenhang mit der Bewertung der Veräußerungsgruppe zum Fair Value abzüglich Veräußerungskosten sind keine Aufwendungen angefallen.

Die METRO GROUP geht davon aus, dass die noch ausstehenden Bedingungen zur bilanziellen Abbildung der Veräußerung des vietnamesischen Großhandelsgeschäfts in einem Zeitraum von maximal zwölf Monaten erfüllt werden.

Immobilien

Mit dem Ziel der kurzfristigen Weiterveräußerung erwarb die METRO GROUP mit Vertrag vom 23. April 2014 zehn von der Vertriebslinie Real genutzte Immobilien von der Delek-Gruppe, Netanya, Israel. Der Erwerb erfolgte über den direkten Ankauf von Geschäftsanteilen an zehn Objektgesellschaften sowie den Erwerb von Darlehensforderungen gegen diese Objektgesellschaften. Durch diese Transaktion stieg der Wert der „Zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte“ um 172 Mio. €. Eine Ergebnisauswirkung verursachte die Transaktion nicht. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung wurde der Sachverhalt als sonstige Investition im Bereich des Cashflows aus Investitionstätigkeit dargestellt.

Darüber hinaus reduzierte sich der Wert der zur Veräußerung verfügbaren Einzelimmobilien im Verlauf des Geschäftsjahres 2013/14 durch die Veräußerung von Immobilien um 75 Mio. € sowie durch Währungseffekte um 3 Mio. €. Die Rückgliederung einer Immobilie in die langfristigen Vermögenswerte führte darüber hinaus zu einer Verminderung um 1 Mio. €. Die Absicht, weitere Immobilien im Verlauf eines Jahres zu veräußern, verursachten einen Zugang von 36 Mio. €. Darüber hinaus erhöhten renovierungsbedingte Nachaktivierungen bei bereits in den „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ bilanzierten Immobilien die Bilanzposition um weitere 3 Mio. €.

Die METRO GROUP hat die Erwartung, dass die als „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ bilanzierten Immobilien im Verlauf des Geschäftsjahres 2014/15 veräußert werden. Eine außerplanmäßige Abschreibung dieser Immobilien auf einen niedrigeren Fair Value abzüglich Veräußerungskosten war nicht erforderlich. Innerhalb der Segmentberichterstattung werden sie im Segmentvermögen der Segmente METRO Cash & Carry (7 Mio. €), Real (172 Mio. €) und Sonstige (57 Mio. €) ausgewiesen.