Die Klimabilanz der METRO GROUP

Klimabilanz und Klimaschutzziel

Im Jahr 2012 hat die METRO GROUP beschlossen, die Treibhausgasemissionen bis 2020 pro Quadratmeter Verkaufsfläche um 20 Prozent zu reduzieren. Ausgangsbasis hierfür sind die Emissionen im Jahr 2011. In CO2-Äquivalenten bedeutet dies konkret: Wir reduzieren die Emissionen von 330 Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Jahr in 2011 auf 264 Kilogramm CO2-Äquivalente.

Das Klimaschutzziel umfasst die Emissionen, die für uns als Handelsunternehmen wesentlich und vor allem direkt beeinflussbar sind. Dies sind die Emissionen aus

  • dem Verbrauch von Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Elektrizität, Fernwärme/-kälte und Papier,
  • Kältemittelverlusten für Gewerbekälte und Klimatisierung,
  • dem Kraftstoffverbrauch der Dienstwagen und Notstromaggregate,
  • Vorketten und Netzverlusten für alle direkten und indirekten Energiequellen sowie
  • Geschäftsreisen.

Die METRO GROUP ermittelt bereits seit 2008 ihre Treibhausgasemissionen und veröffentlicht diese. Dabei berücksichtigen wir alle wesentlichen Treibhausgasemissionen, die wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit direkt und indirekt verursachen. Die detaillierte Erfassung ist Grundlage für unser Ziel, die eigene Klimawirkung so weit wie möglich zu reduzieren. Die unter dem Klimaschutzziel aktiv gesteuerten Emissionen machen zusammen knapp 40 Prozent der gesamten Emissionen aus. In der Klimabilanz berichten wir zudem über folgende weitere Emissionsquellen:

  • Kraftstoffverbrauch des eigenen Lkw-Fuhrparks
  • Gesamte externe Logistik
  • Eingekaufte Waren und Dienstleistungen (mit Ausnahme von Papier)
  • Anlagegüter
  • Abfall
  • Mitarbeiterpendelaufkommen
  • Geleaste Vermögenswerte

Anders als in den Vorjahren führen wir ab diesem Berichtszeitraum bei den Umweltkennzahlen keine Portfoliobereinigungen (Verkäufe von Real in Polen, Russland, der Ukraine, Rumänien und der Türkei 2012 bzw. 2013) mehr durch. Daher weichen die in diesem Bericht genannten Vorjahresdaten und die Werte des Basisjahres 2011 von den in den Vorjahren berichteten ab. Zusätzlich ergeben sich Abweichungen zu in früheren Berichten genannten Emissionsmengen aus der Aktualisierung von Emissionsfaktoren und Korrekturen von Schätzungen. Dies führt, insbesondere bei Emissionen aus Kältemitteln, zu einer leichten Veränderung der Angaben bis zurück ins Basisjahr 2011. Dadurch bedingt steigen die Emissionen im Basisjahr 2011 leicht an auf 330 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Quadratmeter Verkaufsfläche.

Methodik und Berichtsgrenzen

Basis für unsere Berichterstattung sind der Corporate Accounting and Reporting Standard und der Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard des Greenhouse Gas Protocol. Es werden die Emissionen aller Vertriebslinien und Servicegesellschaften sowie der Verwaltungen berücksichtigt. Mithilfe des 2011 eingeführten gruppenweiten Carbon Intelligence System erfassen wir die Verbrauchsdaten für die genannten Emissionsquellen in nahezu allen Märkten und Warenhäusern, den Verwaltungen und Lagern. Wir berichten die Gesamtwirkung aller Treibhausgasemissionen in Form von CO2-Äquivalenten, um neben CO2 auch die Auswirkungen der anderen Treibhausgase zu bewerten.

Seit 2011 wird die Klimabilanz einer betriebswirtschaftlichen Prüfung durch die KPMG  AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterzogen. Zudem informieren wir seit 2006 durch unsere Teilnahme an der Befragung durch das CDP (vormals Carbon Disclosure Project) über unsere Klimaschutzstrategie und das Management unserer Emissionen. Das CDP ist eine internationale gemeinnützige Organisation: Ihr Ziel ist es, offenzulegen, wie die weltweit größten Unternehmen Fragen des Klimawandels handhaben und so zur Transparenz in der Unternehmensberichterstattung zu klimarelevanten Daten beizutragen.

Entwicklungen im Berichtsjahr

In der Berichtsperiode 2013/14 verursachte die METRO GROUP direkt und indirekt insgesamt 9,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (Vorjahresperiode 9,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente). Für die unter das Klimaschutzziel fallenden Emissionen ergeben sich 273 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Quadratmeter Verkaufsfläche (Vorjahresperiode 301 Kilogramm CO2-Äquivalente). Damit konnten wir die Emissionen gegenüber dem Basisjahr 2011 bereits um über 56 Kilogramm beziehungsweise 17 Prozent senken. Der größte Anteil an der Reduktion entfällt auf die Emissionen aus Stromverbrauch. Diese sanken um mehr als 51 Kilogramm pro Quadratmeter Verkaufsfläche beziehungsweise 24 Prozent. Weitere 5,4 Kilogramm Einsparung haben wir durch die Reduktion des Papierverbrauchs erreicht. Dies entspricht einer Reduktion um 23 Prozent. Optimierungsbedarf sehen wir weiterhin bei Emissionen aus dem Verlust von Kältemitteln. Hier konnten wir die Emissionen pro Quadratmeter Verkaufsfläche lediglich um 0,5 Kilogramm beziehungsweise 0,9 Prozent gegenüber 2011 reduzieren. In den kommenden Jahren wollen wir eine deutliche Senkung dieser Emissionen erreichen. Dazu setzen wir unter anderem auf natürliche Kältemittel, die ein deutlich geringeres Treibhausgaspotenzial haben. Die Emissionen aus dem Bezug von Fernwärme beziehungsweise -kälte und dem Kraftstoffverbrauch der Notstromaggregate stiegen um 1,5 Kilogramm pro Quadratmeter Verkaufsfläche an, eine Steigerung um über 5 Prozent. Die Treibhausgasemissionen aus dem Kraftstoffverbrauch der Dienstwagen und aus Geschäftsreisen konnten wir um 4 respektive über 21 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2011 reduzieren.

Mit 273 Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Quadratmeter Verkaufsfläche kommen wir unserem Ziel von 264 Kilogramm pro Quadratmeter schon sehr nahe. Der erreichte Rückgang der Emissionen gegenüber dem Basisjahr 2011 lässt sich im Wesentlichen auf drei Gründe zurückführen:

  • Maßnahmen zur Senkung der Verbräuche bei Energie, Dienstwagen, Papier und Geschäftsreisen sowie der Emissionen aus Kältemittelverlusten (Rückgang um etwa 6,5 Prozent)
  • Verkauf von (in der Regel besonders emissionsintensiven) Standorten in Osteuropa und der Türkei (Rückgang um 6,6 Prozent)
  • Anpassung von Emissionsfaktoren an den aktuellen Stand der Technik und der wissenschaftlichen Forschung (Rückgang um 4 Prozent)