Unser Handlungsrahmen

Unser Handlungsrahmen (Grafik)

Wir alle leben und agieren auf einem einzigen Planeten, dessen Bevölkerung immer weiter wächst. Bereits im Jahr 2030 werden schätzungsweise acht Milliarden Menschen auf der Erde leben – das sind 16 Prozent mehr als 2014. Und alle wollen sich mit dem versorgen, was sie zum Leben brauchen. Während die stagnierenden Geburtenraten in vielen Ländern Europas und anderen Industrienationen dazu führen, dass die Bevölkerung altert und die Zahl erwerbsfähiger Menschen sinkt, verzeichnen die Entwicklungs- und Schwellenländer steigende Geburtenzahlen. Auf der Suche nach Arbeit und einem Ort zum Leben ziehen große Bevölkerungsteile in die urbanen Ballungszentren. Seit 2009 lebt der Großteil der Menschen in Städten und dieser Prozess der Urbanisierung setzt sich fort. Weniger erschlossene Gebiete verwaisen regelrecht.

Infolge des weltweiten Bevölkerungswachstums und der sich ändernden Lebensumstände, etwa durch Migration oder den Zugang zu Bildungsangeboten, steigt die Nachfrage nach Ressourcen stetig. Betrachtet man die Tragfähigkeit der Erde, das heißt ihre Fähigkeit, Ressourcen zu produzieren und Schadstoffe aufzunehmen, nutzen wir schon heute das 1,5-Fache ihrer Kapazität. 2030 bräuchten wir nach Berechnungen des World Wide Fund for Nature (WWF) eigentlich bereits zwei Planeten. Unser Konsum und die dabei entstehenden Abfälle führen zu einer Erschöpfung endlicher Rohstoffe und beeinträchtigen zusätzlich die Regeneration von erneuerbaren Ressourcen wie Böden, Luft, Ozeanen und Wasser sowie die Vielfalt der Arten.

Leben ist jedoch immer mit dem Ge- und Verbrauch von Gütern verbunden. Daher sind Lösungen gefragt, mit denen sich die Entstehung von Abfällen vermeiden lässt und die langfristig den Zugang zu Wasser, fruchtbaren Böden und intakter Natur sowie die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern sicherstellen. Diese Lösungen zielen auf eine ökologisch und sozial verträgliche Gestaltung sowohl der Produkte als auch des Konsums ab.